FGSD im Gesundheits- und Sozialwesen (FGSD-GS)

Einleitung

In Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens sind besondere Kenntnisse und Fähigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit traumatisierten bzw. psychisch belasteten Personen, die sich oft in Ausnahmesituationen oder Krisen befinden können, entscheidend. Die Einhaltung von notwendigen Hygienevorschriften als auch die richtige Reaktion auf ansteckenden Krankheiten und der Umgang mit kontaminierten Gegenständen sind für einen erfolgreichen Dienst in diesen Bereichen erforderlich. Angemessene Reaktionen auf Amoklagen oder Terrorangriffe, speziell im Gesundheitsbereich, wo Menschen für ihre eigene Sicherheit aufgrund von Krankheit oder Verletzungen nicht selbst sorgen können, stellen maßgebliche Kompetenzen dar. Weiters ist eine besondere Sensibilisierung hinsichtlich des allgemeinen Datenschutzes und speziell in Bezug auf den Umgang mit sensiblen Daten notwendig. Im Gesundheits- und Sozialbereich erleben Menschen sehr oft Stress- oder gar Hochstresssituationen, die durch eigene Verletzungen oder Krankheiten als auch durch Verletzungen und Krankheiten von Angehörigen hervorgerufen werden. Nur eine zielorientierte Schulung garantiert, dass mit solchen betroffenen Menschen auch den Umständen entsprechend kommuniziert und deeskaliert werden kann. In den letzten Jahren traten vermehrt Übergriffe auf Spitalspersonal als auch auf Patienten auf, weshalb sowohl die sicherheitsspezifische Personenbegleitung als auch die Verteidigung und rechtskonforme Abwehr von Angriffen auf sich oder Dritte Teil der Ausbildung sind. Dieses Ausbildungsprogramm vermittelt den Sicherheitsdienst-mitarbeiterInnen das notwendige Wissen und Können für den Dienst im Gesundheits- und Sozialwesen in einer transparenten und reglementierten Art und Weise. AuftraggeberInnen haben durch diese Personenzertifizierung die Möglichkeit, klar und standardisiert die Anforderungen an Sicherheitspersonal im Gesundheits- und Sozialwesen bei z.B. öffentlichen Ausschreibungen benennen zu können. Dadurch können auch DienstgeberInnen von SicherheitsdienstmitarbeiternInnen diese Arbeitsplatzanforderungen unmissverständlich und nachvollziehbar erfüllen.

 

FGSD mit der Zusatzqualifikation „FGSD für das Gesundheits- und Sozialwesen“ verfügen – aufbauend auf die Ausbildung zur Fachkraft im Gehobenen Sicherheitsdienst – über ein vertieftes Wissen zum Schutz von Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen wie Krankenanstalten oder Sozialdienste. Speziell das professionelle Wissen und Können in der deeskalierenden Kommunikation und im Umgang mit traumatisierten bzw. psychisch belasteten Menschen, die sich in Ausnahmesituationen oder Krisen befinden können, wird beherrscht. Sie verfügen über die notwendigen Kenntnisse über Hygienevorschriften, über die richtige Reaktion auf ansteckende Krankheiten und über den Umgang mit kontaminierten Gegenständen. Angemessene Reaktionen auf Amoklagen oder Terrorangriffe, speziell im Gesundheitsbereich, wo Menschen für ihre eigene Sicherheit aufgrund von Krankheit oder Verletzungen nicht selbst sorgen können, stellen maßgebliche Kompetenzen dar. Die MitarbeiterInnen verfügen über Wissen über den allgemeinen Datenschutz und speziell über den Umgang mit sensiblen Daten. Grundlagen der Personenbegleitung als auch der Verteidigung und rechtskonformen Abwehr von Angriffen auf sich oder Dritte werden beherrscht.

Voraussetzungen

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Unbescholtenheit (nachzuweisen mit behördlicher Bescheinigung/Strafregisterauszug)
  • Bestätigung der erforderlichen körperlichen Eignung für die Teilnahme der unter 9.2 angeführten Schulung (einschließlich Praxis und interaktives Training) und für die Tätigkeit im Sicherheitsgewerbe

Bestätigung durch eidesstattliche Erklärung oder ärztliche Bestätigung

  • Kein Waffenverbot (Bestätigung durch eidesstattliche Erklärung)

Lehrgangsdauer

Die Lehrgangsdauer beträgt 49 Unterrichtseinheiten.

Sollten TeilnehmerInnen bereits über eine Ausbildung zum Brandschutzwart einschließlich Brandmeldeanlagen und Interventionsdienst verfügen, reduziert sich die geforderte Dauer um 12 UE (Modul Brandschutzwart) zu je 50 Minuten. Ein Brandschutzpass mit einer verbleibenden Gültigkeitsdauer von drei Jahren muss in diesem Fall vorgelegt werden.